Geldautomaten vermeiden

Wie oft im Monat gehen Sie an den Geldautomaten? Achten Sie dabei auch darauf, einen Geldautomaten zu nutzen, an dem Sie kostenfrei abheben können?

Geldautomaten sind zu einer Erleichterung des täglichen Lebens geworden, die uns ermöglicht, jederzeit an Bargeld zu kommen. Gleichzeitig sind Geldautomaten auch eine potenzielle Gefahrenquelle für unser Geld-Ausgabe-Verhalten. Die wenigsten Menschen achten darauf, ob sie wirklich kostenfrei Geld abheben können und nehmen Gebühren von 2,– Euro bis zu 5,– Euro in Kauf, nur um an Bargeld zu gelangen.

Im ersten Moment hört sich eine solche Gebühr zwar gering an, aber haben Sie schon einmal folgende Rechnung aufgemacht?
Nehmen wir einmal an, eine Frau geht vier Mal im Monat an einen Bankautomaten, um Geld abzuheben. Zwei Mal davon nutzt sie kostenfreie Automaten. Die anderen beiden Male aber kostet jede Abhebung 3,50 €; pro Monat 7,– Euro. Im Jahr also 84,– Euro und in 5 Jahren 420,– Euro. Und auf ein Leben gesehen (z. B. 50 Jahre) ergibt das eine Summe von 4.200,– Euro. Und das nur für die Tatsache, dass sie Geld von ihrem eigenen Konto abheben möchte.
Im Abheben von Geldautomaten liegt aber noch eine weitere Gefahr. Nicht alle Automaten belasten sofort Ihr Konto, teilweise haben Sie bis zu 14 Tagen Verzögerung. Dadurch entsteht der Eindruck, auf Ihrem Konto sei mehr Geld, als Sie tatsächlich zur Verfügung haben. Wenn Sie die aktuellen Studien der Verbraucherschutzgemeinschaften lesen, so erkennen Sie, wie schnell diese Praxis zu einer Verschuldung führen kann. Das kann dann sogar noch weitere Kosten nach sich ziehen wenn wenn das Konto im Moment der Abbuchung nicht gedeckt ist und Rücklastschriften entstehen.

Beispiele für die Kosten der Bankautomaten:

  • Die ING Diba verlangt von fremden Karten 1,95 € für das abheben
  • Die Sparkasse bis zu 5 Euro

Gehen Sie nur einmal im Monat zu Ihrer Bank und heben Sie so viel Geld ab, wie Sie für den ganzen Monat in bar brauchen, um Ihre täglichen Ausgaben zu decken. So lernen Sie mit Geld umzugehen und widerstehen dem Drang alles auf einmal auszugeben.

Gewöhnen Sie sich das regelmäßige Abheben von Geldautomaten ab. Gehen Sie nur noch im absoluten Notfall zu einem Automaten.
Durch Ihre Ausgabenaufzeichnungen wissen Sie sehr schnell, wie viel Geld Sie in bar im Laufe eines Monats benötigen. Wenn Sie Ihr Bargeld aufgebraucht haben und es sollte noch nicht Monatsende sein, dann gehen Sie kein neues Geld holen (wenn das machbar ist – und meine Erfahrung ist, dass es fast immer machbar ist). Lernen Sie zu haushalten.

Wenn Sie dennoch einmal einen Geldautomaten benutzen müssen, achten Sie unbedingt auf gebührenfreie Abhebung.

Finanztag festlegen

Einmal im Monat zu einem festen Termin sollten Sie sich nun hinsetzen und all Ihre Ausgaben durchsehen. Addieren Sie gleiche Ausgaben zusammen. Das können zum Beispiel alle Ausgaben für Restaurants, Cafés, Lebensmitteleinkäufe, Bücher etc. sein.

Dadurch erhalten Sie einen guten Überblick über die größeren Positionen, und erkennen selbst, wofür Sie regelmäßig Geld ausgeben.
Fragen Sie sich dann, ob die Höhe der jeweiligen Position in Ordnung ist für Ihren Geldbeutel oder ob Sie nächsten Monat dafür weniger ausgeben wollen. Seien Sie kritisch und überprüfen Sie ehrlich Ihren Konsum. Sparen Sie im nächsten Monat aktiv an Ihren Ausgaben. Dafür hilft es alle Ausgaben aufzuschreiben.

Denken Sie daran, dass es keinen Sinn macht, ein zu luxuriöses Leben zu führen, so lange Sie nicht Ihren finanziellen Schutz zusammen haben und bereits aktiv an Ihrer finanziellen Sicherheit arbeiten.

Ausgaben aufschreiben

Schreiben Sie für einen Zeitraum von mindestens einer Woche alle Ausgaben auf, die Sie tätigen. Achten Sie auf jeden Cent den Sie ausgeben und notieren Sie ihn in Ihr Ausgabenbuch. Danach können Sie ausprobieren wie es sich anfühlt alle Ausgaben und Einkäufe einen Monat lang aufzuschreiben.

So behalten Sie den finanziellen Überblick

So behalten Sie den Überblick über die Ausgaben

Kennen Sie die folgende Situation? Sie haben Geld am Geldautomaten abgehoben und gehen einkaufen oder notwendige Besorgungen erledigen. Nach einigen Tagen, manchmal leider auch nach ein paar Stunden, blicken Sie in Ihr Portemonnaie, und es ist kaum noch Geld darin. Sie versuchen sich krampfhaft zu erinnern, aber es will Ihnen nicht einfallen, wo das ganze Geld geblieben ist. Manchmal beschleicht Sie sogar das Gefühl, Sie hätten Geld verloren….

In solchen Momenten fühlen wir uns hilflos und klagen über den „Teuro“ etc. Doch ist das die Lösung, die uns hilft zu sparen? Nein.
Viel wichtiger ist die Einsicht, dass wir einen Überblick brauchen, damit wir erkennen, wohin unser Geld fließt, und damit wir erkennen wo unser Einsparpotenzial liegt. Eine wertvolle Hilfe in dieser Situation ist das Aufschreiben aller Ausgaben. Und zwar bis auf den letzten Cent.
Dieser Tipp ist nicht spektakulär – aber er kann Ihnen ein Vermögen bringen statt Ihr Vermögen kosten.
Damit Sie mit dieser „schmerzvollen“ Aufgabe auch Spaß verbinden können, möchte ich Ihnen einen Tipp geben, der mir selbst sehr geholfen hat, diese wichtige Aufgabe zu einer Gewohnheit werden zu lassen. Gehen Sie in ein Schreibwarengeschäft und kaufen Sie sich ein kleines Büchlein, das Sie immer bei sich tragen können und das Ihnen in der Optik und Aufmachung gefällt. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit und nehmen Sie mehrere Büchlein in die Hand. Kaufen Sie sich eines, das sich für Sie gut
anfühlt und Sie anspricht, so dass es Ihnen Spaß macht, darin zu schreiben.
Als hilfreich hat sich erwiesen, zu jeder Ausgabe den Tag, den exakten Betrag einzutragen und auch, wofür Sie das Geld ausgegeben haben. So können Sie dann immer nachvollziehen, wohin der größte Teil Ihres Geldes fließt und wofür Sie im Detail Geld ausgeben.

Wie schreibt man die Ausgaben am besten auf?

Was machen Sie jedoch, wenn Ihr innerer Schweinehund Ihnen beim Schaffen Ihrer neuen Gewohnheit Steine in den Weg legt? Was, wenn Sie immer wieder das Büchlein vergessen? Was, wenn Sie vergessen, etwas einzutragen?
Zuerst einmal sollten Sie sich dann über die Eintragungen freuen, die Sie machen. Viele Menschen neigen dazu, sich über die Dinge zu ärgern, die sie nicht getan haben, statt sich über die kleinen Fortschritte zu freuen, die sie erzielt haben. Es wird Ihnen immer wieder passieren, dass Sie mal eine Eintragung vergessen. Das gehört einfach dazu.
Eine Alternative sind die „Ausgaben-Karten“. Ich habe mir einfach angewöhnt, überall einen Kassenbon oder eine Quittung zu ver-langen, wo ich Geld ausgebe. Dadurch habe ich sehr oft nachträglich nachvollziehen können, wie viel Geld ich ausgegeben habe. Versuchen Sie es einfach. Sie werden erstaunt sein, wie schnell Sie sich daran gewöhnen.
Wenn ich dann abends nach Hause komme, hefte ich alle Quittungen des Tages zusammen an eine DIN A6- oder DIN A7- große Karteikarte und notiere das Datum dazu. Wenn ich Ausgaben hatte, zu denen ich keine Quittung bekommen habe, dann schreibe ich diese ebenfalls auf die Karte – und wenn es noch so kleine Beträge sind. So behalte ich den Überblick und weiß genau, wohin mein Geld geflossen ist.

Auswertung der Ausgaben

Wenn Sie nun regelmäßig Ihr Ausgabenbuch führen und alle Ausgaben aufschreiben oder wenn Sie immer Ihre Quittungen sammeln und auf die Karteikarten heften, dann ist der nächste wichtige Schritt, diese Ergebnisse auszuwerten.